Explosive Brauserakete

Brauserakete selbst bauen:


Willkommen in der science birds Forscherwerkstatt! Wir sind Wissenschaftler:innen, die lustige Dinge machen, und dieses Experiment gehört zu unseren absoluten Lieblingen.

Auf einem Blick:

  • Alter: ab 4 Jahren, mit Erwachsenen
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Ort: draußen oder in einem großen Raum mit hoher Decke
  • Sauerei-Faktor: gering
  • Flughöhe bei unseren Tests: ca. 0,5 bis 1 Meter (Filmdose) und bis 5 Meter (Reagenzglas)

Sicherheit zuerst

  • Macht das Experiment draußen oder in einem großen Raum.
  • Beugt euch nach dem Verschließen nicht über die Rakete und zielt nie auf Menschen oder Tiere.
  • Eine Schutzbrille schützt vor Wasserspritzern.
  • Ein Erwachsener sollte immer dabei sein.

Was ihr braucht:

  • 1 Filmdose oder 1 Reagenzglas aus Plastik
  • 2 Brausetabletten (reicht für bis zu 4 Starts)
  • 1 Pipette zum Abnehmen des Wassers, Alternativ: eine Waage und ein kleines Glas
  • Papiervorlage Rakete
  • Wasser
  • Schere
  • Klebeband/Tesafilm
  • Buntstifte, wenn ihr eure Rakete anmalen wollt

So baut ihr die Brauserakete: Schritt für Schritt

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  1. Ausschneiden: Schneidet die Flügel und den Kreis für die Spitze aus der Vorlage aus. Wer mag, malt alles bunt an.
  2. Flügel ankleben: Die Filmdose ist der Körper eurer Rakete. Klebt die Flügel mit Klebeband so an, dass der Deckel unten ist. Er ist später die Startrampe.
  3. Spitze basteln: Schneidet den Kreis einmal bis zur Mitte ein, formt daraus einen kleinen Kegel und klebt ihn auf den Boden der Filmdose, also oben auf die Rakete.
  4. Treibstoff einfüllen: Brecht eine Brausetablette in zwei Hälften und legt eine Hälfte in die offene Filmdose.
  5. Wasser dazugeben: Gebt mit der Pipette etwa 5 ml Wasser dazu.
  6. Schnell schließen: Jetzt heißt es: Beeilung! Deckel fest drauf, Rakete umdrehen und mit dem Deckel nach unten auf den Boden stellen.
  7. Abstand halten und zählen: Tretet zwei, drei Schritte zurück. Nach wenigen Sekunden hebt die Rakete ab!

Wow, dass war doch mal ein richtig cooler Raketenstart!

Warum fliegt die Brauserakete?

In der Brausetablette stecken Zitronensäure und Natron. Solange sie trocken sind, passiert nichts. Sobald Wasser dazukommt, reagieren die beiden miteinander, und es entsteht das Gas Kohlenstoffdioxid (CO₂).

Gas braucht viel mehr Platz als eine Flüssigkeit oder ein Feststoff. In der geschlossenen Dose hat es aber keinen Platz. Der Druck steigt immer weiter, bis der Deckel ihm nicht mehr standhält und abspringt.

Warum fliegt dann die Rakete und nicht nur der Deckel? Gas und Wasser schießen mit großer Kraft nach unten aus der Öffnung. Dabei drücken sie die Dose in die Gegenrichtung, nach oben. Das nennt man Rückstoß. Nach genau diesem Prinzip fliegen auch echte Raketen.

  • Hefeteig: Die Hefe verwandelt Zucker in CO₂. Das Gas bildet viele kleine Bläschen, und der Teig geht auf.
  • Sprudelflasche: Im Mineralwasser ist CO₂ gelöst. Beim Öffnen zischt es, weil der Druck entweicht.

Macht ein Experiment daraus: Was passiert, wenn …?

Forschende verändern immer nur eine Sache und beobachten, was passiert. Probiert es aus:

  • Warmes statt kaltes Wasser: Startet die Rakete schneller oder langsamer?
  • Mehr oder weniger Wasser: Fliegt sie höher mit 3 ml oder mit 8 ml?
  • Viertel Tablette statt halbe: Fliegt sie genauso gut?

Tipp: Schreibt vorher auf, was ihr vermutet. Dann seht ihr hinterher, ob ihr recht hattet.

Häufige Fragen zur Brauserakete

Ist die Brauserakete gefährlich?
Nein, wenn ihr Abstand haltet, euch nicht über die Dose beugt und draußen experimentiert. Ein Erwachsener sollte dabei sein.

Was tun, wenn die Rakete nicht startet?
Wartet noch etwas, ohne euch über die Dose zu beugen. Öffnet sie dann vorsichtig und vom Körper weg. Prüft, ob der Deckel dicht war – das Gas entweicht sonst, bevor genug Druck entsteht.

Wie hoch fliegt die Brauserakete?
Bei unseren Tests flog die Filmdosen-Rakete etwa 0,5 bis 1 Meter hoch. Die Rakete aus dem Reagenzglas kann sogar eine Höhe von 5 Metern erreichen! Einflussfaktoren sind unter anderem Wassermenge und -temperatur.

Ab welchem Alter ist das Experiment geeignet?
Ab etwa 4 Jahren mit Unterstützung eines Erwachsenen. Auch etwas für ältere Kinder. Es kommt ganz auf das Kind darauf an!

Warum nur eine halbe Brausetablette?
Eine halbe Brausetablette reicht für den Raketenflug aus, mehr wäre Verschwendung. Mit der anderen Hälfte könnt ihr den Flug ganz einfach wiederholen!

Wie oft kann man das Experiment machen?
Die Behältnisse (Filmdose und Reagenzgläser) sind wiederverwendbar. Die anderen Materialien wie Brausetablette (bzw. Natron und Zitronensäure), Wasser etc. könnt ihr ganz einfach besorgen.

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